Luftbild_ClemgiaLuftbild von einer Stauung aufgrund eines Erdrutsches an der Clemgia im Schweizer Nationalpark (©John Hesselschwerdt)

 

Luftbilder und Fernerkundung waren schon immer ein wichtiges Instrument bei wissenschaftlichen Untersuchungen oder auch einfach zur Darstellung von Projekten. Allerdings waren hierfür aufwendige Flüge mit Helikoptern oder Flugzeugen nötig. Heute lässt sich dies meist schnell und unkompliziert mit Multikoptern leisten. Zudem können diese handlichen Geräte auch an Orten fliegen die für einen Helikopter zu gefährlich sind oder der Durchflug verboten ist. So präferiert z.B. der Schweizer Nationalpark aufgrund der viel geringeren Störung der Natur ganz deutlich Aufnahmen mit einem Multikopter.

Verfügbare Multikopter

Je nach Einsatzzweck kommen verschiedene Multikopter zum Einsatz.

DJI Air 2s

Die leichte und sehr kompakte Air 2s ermöglicht ein sehr komfortables Kartieren und erfassen von Vermessungsinformationen. Die Kamera mit 1"-Sensor erlaubt auch relativ hochwertige Fotoaufnahmen für Präsentationszwecke.

Multikopter Eigenbau

In einigen Fällen reicht die Qualität der Fotoaufnahmen einer Consumerdrohne nicht mehr aus und wird der Einsatz von professionellen Kameras an belastbaren Trägersystemen benötigt. Hierzu wird seit Jahren ein Multikopter-Eigenbau eingesetzt. Da viele Einsätze im Gebirge stattfinden ist der Antrieb für Flüge bis in Höhenlagen bis über 3000 m angepasst. Als Kamera kommt aktuell eine Sony a6700 mit unterschiedlichen Objektiven zum Einsatz

  • Gesamtdurchmesser: 100 cm
  • Abfluggewicht: 3,5 bis 4,4 kg
  • Rotoren: 6x 33 cm
  • Kamerastabilisierung: 2 Achsen, brushless
  • Flugsteuerung: Komplett mit GPS und Wegpunkten möglich, im Gebirge und Schluchten wird aus Sicherheitsgründen manuell gesteuert
  • Kamera: 26MP APS-C Kamera (Sony a6700) z.B. mit 10-18mm Weitwinkelzoom

 

Beispiele

In den meisten Fällen werden repräsentative Schrägbilder aufgenommen oder zusammengesetzte Senkrechtaufnahmen ganzer Bereiche erstellt. Diese zusammengesetzen Aufnahmen können georeferenziert und in GIS überführt werden. Eine ganz neue Möglichkeit der Bearbeitung ist die 3D-Rekonstruktion ganzer Areale mittels Luftbildern: Photogrammetrie oder Structure From Motion.

 


Zusammengesetztes Luftbild und Detailausschnitt der Kiesbank Bonaduz am Alpenrhein (©John Hesselschwerdt)

 

Zusammengesetztes Luftbild und Detailausschnitt des Flussdeltas der Steinach in der Schweiz (©John Hesselschwerdt)